Fette und Öle in der Pferdeernährung liefern eine Menge an Energie
In der Regel werden aus der Rohfaser des Futters flüchtige Fettsäuren im Darm des Pferdes von Mikroorganismen gewonnen. Diese Fettsäuren liefern einen hohen Anteil der benötigten Energie für Ihr Pferd. Der Vorteil gegenüber energiereichem Kraftfutter ist, dass mit einer maßvollen Ölfütterung der Eiweiß- und Stärkeanteil der Futterration gesenkt werden kann. Seit langem wird vermutet, dass mit dieser sogenannten niederglykämischen Fütterung eine höhere Leistungsoptimierung erzielt werden kann. Versuche mit Laufband und Atemmaske bestätigen nun diese Annahmen. Eine Fütterung mit Öl wirkt sich positiv auf Ausdauer und Spurtreserve aus, da es zu einem geringeren Anstieg von Stresshormonen (Cortisol) kommt. Dies wiederum lässt Pferde gelassener werden und schont das Herz.
Auf das Öl kommt es an
Öle besitzen gegenüber Fetten vorwiegend einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Ihre ursprüngliche Herkunft ist pflanzlich. Tierische Öle besitzen in der Regel einen sehr hohen Anteil an langkettigen Fettsäuren. Aus futtermittelrechtlichen Gründen dürfen hier nur Fischöle verwendet werden. Fischöl findet insbesondere in Island bei den Isländern hohen Zuspruch, da Fischöle neben den hochwertigen Fettsäuren einen hohen Anteil an reinem Vit. A enthalten. Gerade im Winter ist hier die Versorgung sinnvoll, da das über das frische Grünfutter aufgenommene Beta-Karotin (Vit.A) bis zum Dezember in der Leber meist verbraucht wurde. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind essentiell und müssen also mit der Ernährung zugeführt werden.
Pferde haben von Natur aus für Öle eine hohe Verdauungsakzeptanz, da ja auch in den normalerweise aufgenommenen Grassamen Öle enthalten sind. Daher sind bis zu 1 kg/Tag für Pferde meist unbedenklich (in der Regel sind aber solche Mengen nicht notwendig - es reichen meist 30 bis 50 ml/Tag). Mehrfach ungesättigte Fettsäuren werden im Körper zu Gammalinolensäure und zu Prostaglandin (PGE 1) umgewandelt.
Ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse zu Prostaglandin:
- Reguliert im Magen eine schützende Schleimsekretion
- wichtig für die Funktion immunstabilisierender Zellen
- reguliert die Bildung von Entzündungssubstanzen
- Enzyme, die Gewebeschäden verursachen können werden gehemmt
- Stoffwechselfördernd (Cholesterin, Insulin)
- Reguliert die Überträgerstoffe im Nervensystem
Ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse zu Vitamin E im Öl
Eine wichtige Rolle spielt das im Öl enthaltene Vitamin E. Natürliches Vitamin E aus Ölfrüchten verbessert die Fließfähigkeit des Blutes und steigert damit auch nachhaltig die Leistungsbereitschaft des Pferdes. Studien haben darüber hinaus gezeigt, dass die Effizienz des natürlichen Vitamin E im Öl doppelt so hoch ist, wie die eines synthetischen Vitamin E in einem Ergänzungsfuttermittel.
Omega Balance Öl: Jetzt zusätzlich mit Traubenkernöl - warum?
Traubenkernöl, besitzt den höchsten Gehalt (ca. 85%) aller Pflanzenöle an ungesättigten Fettsäuren, unter anderem Linolsäure (ca. 70%), und empfiehlt sich daher vorzüglich als diätetisches Nahrungsmittel.
Traubenkernöl enthält OPC (Procyanidin). Das sogenannte Flavon-Procyanidin ist in dieser Konzentration nur in Traubenkernen enthalten und besitzt die stärkste bekannte Abwehrkraft gegen die aggressiven Sauerstoffmoleküle und hat somit einen aktiven Zellschutz gegen den Angriff freier Radikaler (50 x wirksamer als Vitamin E, 18,4 x wirksamer als Vitamin C)
Das Lezithin beeinflusst die Nerven, das Gehirn und die Blutbildung positiv. Der sehr hohe Anteil an Linolsäure hat einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel.
Traubenkernöl enthält wie viele Öle organisches Vitamin E. Vitamin E wird u.a. auch als Haut-Vitamin bezeichnet, mit antioxidativer Wirkung auch im Herz/Kreislauf-Bereich. Der Gehalt an Vitamin E ist in etwa 3 x so hoch wie beim Olivenöl Der hohe Gehalt an Vitamin E ist gut für Muskeln, Gelenke, Herz, Kreislauf, Augen, Stoffwechsel und das Immunsystem.
Öle finden daher in der Pferdefütterung nachfolgend genannte Schwerpunkte:
- Kondition, Nervenstabilität und Kraft werden verbessert und die Bereitschaft zu Höchstleistungen kann erhöht werden
- Verbesserung der Fließfähigkeit des Blutes
- Huf- und Hauteigenschaft kann verbessert werden
- problemgerechte Ernährung bei Hufrehe- oder Kreuzverschlags-Gefährdeten Pferden
- bessere Verwertung von Getreide- und Mischfutter
- wirksamer Energielieferant für ältere und schwerfuttrige Pferde
- Vit. A Lieferant insbes. im Winter bei Zusetzung von Fischöl
Studien bestätigen den wirksamen Einsatz von Leinöl, Traubenkern- und Fischöl in der Pferdefütterung
Täglich einen Schuß Öl ins Futter und das Fell glänzt wie frisch gewaschen. Aber beim Einsatz der richtigen Öle können diese noch viel mehr leisten.
Fellglanz mit nur zwei Esslöffeln täglich: Fette und Öle in der Pferdeernährung liefern mehr Energie pro Gramm als Kohlenhydrate oder Eiweiße (0,3 Liter Öl liefert soviel Energie wie 1 Liter Hafer). Der Beifütterung von Ölen in der Pferdeernährung wird mittlerweile eine hohe Bedeutung beigemessen. Schon zwei Esslöffel am Tag bringen das Fell zum Glänzen. Fett löst außerdem die fettlöslichen Vitamine aus dem Futter und ganz nebenbei bindet es den Staub in Mischfuttern der die Atemwege reizen könnte.
Senkung des Reherisikos: In der Regel werden aus der Rohfaser des Futters flüchtige Fettsäuren im Darm des Pferdes von Mikroorganismen gewonnen. Diese Fettsäuren liefern einen hohen Anteil an benötigter Energie für Ihr Pferd. Der Vorteil gegenüber energiereichem Kraftfutter ist, dass mit einer maßvollen Ölfütterung der Eiweiß- und Stärkegehalt gesenkt werden kann.
Entzündungszellen in den Atemwegen werden gesenkt: Öle bestehen gegenüber Fetten vorwiegend aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Ihre ursprüngliche Herkunft ist pflanzlich. Tierische Öle besitzen in der Regel einen sehr hohen Anteil an langkettigen Fettsäuren. Studien der Universität Wien bestätigen insbesondere die guten Eigenschaften der Omega-Fettsäuren in Fischölen. Bei 8 von 9 Pferden sank die Anzahl der Entzündungszellen auf ein gesundes Maß, gegenüber der Pferdegruppe, die mit einfachem Sonnenblumenöl gefüttert wurden.
Entzündungshemmende Eigenschaften bei Hautkrankheiten: Daß darüber hinaus Leinöl Entzündungen hemmen kann, zeigte eine Pilotstudie an Sommerekzemern. Nach 42 Tagen gingen die Entzündungen deutlich zurück und die Testpferde reagierten deutlich weniger heftig auf die Insektenstiche als ihre Artgenossen. (siehe auch Cavallo Spezial 1/2006)
Warum nur im 2,5 Liter Kanister? Langkettige Fettsäuren und Antioxidantien (Vitamin E) haben eine verminderte Haltbarkeit. In dem Moment, in dem Sie den Kanister öffnen und das Öl in das Futter geben, kommt unvermeidlich Luft ins Spiel. In diesem Moment baut sich Vitamin E und die wichtigen langkettigen Fettsäuren ab. Bei einer täglichen Menge von 30 bis 50 ml wäre ein 5 Liter Kanister unsinnig, da die erwünschte ernährungsphysiologische Wirksamkeit stark beeinträchtigt wäre. Daher ist es besser 2 x 2,5 Liter Kanister zu bestellen und den 2. Kanister dunkel und kühl zu lagern. (Für Großbetriebe mit entsprechendem Verbrauch stellen wir gerne einen 25 Liter Kanister zur Verfügung.)
Dosierung zur Anreicherung des Futters mit ungesättigten, essentiellen Fettsäuren:
Jung- und Kleinpferde: ~25 ml/Tag
ausgewachsene Pferde (500 kg): 30 - 50 ml/Tag
mit dem Futter verabreichen.